Hymne auf die Rednerinnen und Redner, auf eine Trauerrednerin und auf
einen Trauerredner, auf Trauersprecher, Grabredner und Bestattungsredner
zum Abschied und zum Tod eines lieben Menschen:
Sie nennen sich Bestattungsredner, Grabredner oder Trauerredner - die weibliche Form lautet:
Trauerrednerin, Rednerin, Grabrednerin und Trauersprecherin -
und wie eine Bestattungsrednerin ist auch ein Trauerredner oder Bestattungssprecher
derjenige, der während einer Trauerfeier eine Traueransprache hält.
Man könnte auch sagen, daß es eine Grabrede ist, oder eine weltliche Trauerfeier
oder eine Trauerfeier ohne kirchliche Begleitung.
Ich vergaß: Trauersprecher oder freireligiöse Sprecher werden sie auch manchmal
von einem Bestattungsinstitut oder in der Öffentlichkeit genannt.
Früher wurde eine Trauerfeier auch gelegentlich von einem Journalist
Sprecher u. Gestalter gehalten, oder es wurde en Freier Sprecher engagiert,
um eine Gedenkrede oder eine Begräbnisrede zu halten.
Jedenfalls: ein Redner oder eine Rednerin, ein Grabredner oder eine Grabrednerin,
ein Trauerredner oder ein Redner für weltliche Trauerfeiern ist immer
der kompetente Ansprechpartner für einen Bestatter oder für ein Bestattungsinstitut
oder für eine Pietät oder für einen Leichenbestatter, der zusammen mit trauernden
Angehörigen zur Hilfe in ihrer Trauer einen Trauerredner, Redner oder einen Grabredner
engagieren soll und will. Ich vergaß: Es gibt manchmal auch eine Bestatterin -
die weibliche Seele in einer Pietät oder in einem Beerdigungsinstitut,
das Rednerinnen möglicherweise eher vermittelt als deren männliche Form,
nämlich die weibliche Form!
"GbR weltlicher Trauerredner" nannte sich auch schon mal ein sogenannter freier Redner,
der sich als ein Trauerfeierlichkeitsredner betrachtete.
Dieser weltliche Bestattungsredner, der ausdrücklich kein staatl. anerkannter Trauerredner
war hielt weltliche Trauerfeiern und wurde betrachtet als ein Grabredner u. Annahme für
Bestattungen, weil er im Auftrag eines Bestattungsinstitutes auch Aufträge für Bestattungen
annahm bzw. vermittelte.
Bestatter u. Nachrufredner oder Trauersprecher haben gelegentlich einen Rednerdienst,
um eine Weltliche Trauerrede zu vermitteln. Oder sie bilden diesen Rednerdienst -
eine Vermittlungsstelle - an. Hier kann man einen Redner oder eine Rednerin nach
persönlichen Kriterien auswählen oder sich aussuchen und finden.
In dieser Hymne auf die Redner und zu diesem Text gehört auch der Hinweis,
daß eine Trauerfeier oder eine weltliche Trauerfeier oder daß Trauerfeiern
überhaupt bzw. daß weltliche Trauerfeiern überhaupt immer von einer Abschiedsfeier
gerahmt werden. Eine Abschiedszeremonie kann daraus gestaltet werden, gleichfalls
eine Trauerzeremonie - eine Zeremonie die ein weltlicher Trauerredner mit seiner
Trauerrede ausformuliert. Eine Trauerrede zur Beerdigung oder zur Trauerfeier
sollte nach der Einäscherung neben der Urne des Verstorbenen statt finden,
kann aber auch vor der Einäscherung geschehen. Die übliche Form jedoch ist die
Trauerrede, die ein weltlichen Trauerredner hält, noch ehe die Beisetzung statt findet.
Die Feier ist von Trauermusik, von weltlicher Musik, von persönlich ausgewählten
Musikstücken oder von einem anderen Symbol für den Tod oder für das Leben des Toten gerahmt.
Die Beerdigung bzw. die Bestattung sollte noch nicht durchgeführt worden sein,
denn man begleitet nach der Trauerfeier den Verstorbenen Menschen in seinem Sarg
auf den Friedhof, um ihn oder sie dort zu beerdigen.
Mit diesem Sachverhalt ist nicht etwa eine Trauerbegleitung gemeint,
denn
Trauerbegleitung bedeutet eine Begleitung der Trauernden Menschen in ihrer
Trauer nach dem Tod eines lieben Menschen, nach dessen Sterben und nach dessen
Beerdigung zur Nachsorge und zur Rehabilitation bzw. um wieder ein normales
Leben ohne den Verstorbenen führen zu können. TGrauerbegleitung und Nachsorge
sind gesonderte Arbeitsbereiche von Menschen, die Trauernde begleiten.
Eine weltliche Zeremonie auf einem Friedhof oder in der Trauerhalle bzw.
in der Abschiedshalle von einem Krematorium oder in einem Bestattungsinstitut
oder einfach in einer öffentlichen Trauerhalle, in der auch eine Aufbahrung
zum Abschied vom Anblick des Verstorbenen stattfinden könnte, findet immer mit
Begleitung durch einen weltlichen Trauerredner statt - ein Bestatter, eine
Bestatterin, ein Mitarbeiter aus einem Beerdigungsistitut ist oftmals anwesend.
Trauerredner sind übrigens freiberuflich arbeitende Menschen. Ein freiberuflicher
Trauerredner arbeitet in eigener Regie, hält seine Trauerrede in eigener Verantwortung
und begleitet trauernde Hinterbeliebene in ihrer Trauer mit seiner Rede und mit der
Ausarbeitung seiner Rede - immer professionell. Trauerredner arbeiten mit einem
Beerdigungsunternehmen immer sehr zuverlässig zusammen.
Es gibt in Deutschland sicherlich ca. 250 Trauerrednerinnen und Trauerredner.
Mancher meint, es gäbt derzeit sogar mehr als 500 Trauerredner und Grabredner bzw.
weltliche Trauerrednerinnen, die zusammen mit einem Bestattungsinstitut oder mit
vielen Bestattungsinstituten gemeinsam trauernde Menschen begleiten.
Der Beruf des Trauerredners ist noch kein sehr alter Beruf.
Denn ein Redner als Freiberufler und als selbständiger Grabredner arbeitet in
eigener Verantwortung und immer gegen Honorar, das für eine weltliche Trauerfeier
üblicherweise bezahlt wird. Und diese Form der freiberuflichen Tätigkeit ist
eine neue Form der beruflichen Existenz.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerfeier, der sich viele Trauerredner angeschlossen
haben,
auch die eine oder andere Trauerrednerin, oder Grabrednerin oder Trauersprecherin
mit einer Ausbildung, genauer: Sie alle haben eine psychologische Ausbildung, bildet
eine Gemeinschaft, der sich nur gute Trauerrednerinnen und Trauerredner angeschlossen
haben, die sich professionell auch im Bereich Psychologie und um Bereich Lebenshilfe
und im Bereich Krisenbewältigung und im Bereich Krisenintervention ausgebildet haben.
Jeder Redner und jede Rednerin wird für seine und für ihre Berufstätigkeit überprüft
und stellt die eigene Arbeit als Redner und als Rednerin mit der Vorlage fertig
formulierter Ansprachen dar. Auch ein Nachruf darf vorgelegt werden, eine Referenz
in Form einer Danksagung oder vieler Danksagungen. Jede Ansprache muß sorgfältig
gehalten werden, jede Trauerrede muß sorgfältig vorbereitet sein, jede einzelne
Rede wird individuell verfaßt und die Ansprache (Traueransprache) hinsichtlich
ihrer Qualität überpüft - ob die Rednerin oder der Sprecher auch den Kriterien der
BATF mit Sitz in Flintbek genügen. Das überprüft ein gewähltes kompetentes Gremium
der Trauerredner, während in der vorgelegten Trauerrede die Namen des Verstorbenen
unkenntlich gemacht wurden.
Die BATF ist ein Verein.
Die BATF ist ein Verein der Trauerredner. Die BATF ist
sogar ein Berufsverband, dem sich ein Trauerredner, ein Redner, eine Rednerin oder
eine Trauerrednerin anschließen kann. Und zwar kann man sich diesem Verband von
Kollegen anschließen oder um Aufnahme bitten, um in vielen Fällen eine weltliche
Trauerfeier zu halten. Denn die BATF bürgt für eine hohe Qualität einer Begleitung
in der Trauer oder in einzelen Trauerphasen. In der BATF haben sich viele Redner
und Rednerinnen angeschlossen, manchmal auch ein Redner und eine Rednerin als Paar -
aber aus inhaltlichen Gründen, und manchmal auch aus Gründen der Liebe bis zu
ihrem Tod halten sie zusammen, arbeiten zusammen in der Bundesarbeitsgemeinschaft
Trauerfeier, die sich um eine weltliche Trauerfeier kümmert. Weltliche Trauerfeiern
sind immer ganz besondere Feiern der Trauer, sie trauern, die weinen, sie zeigen
ihre Tränen und sie hören dem Redner und der Rednerin zu.
Manchmal ist die Trauer auch die Gelegenheit für einen Redner, der die Trauer
lösen will, aus Tränen Freudentränen zu machen, die gelacht werden: Ja, lachen
darf man in der Trauer auch! Es sind aber meistens traurige Tränen zur Abschiedsfeier
und zur Beisetzung oder zur Bestattung, die geweint werden und die ein jeder
Hinterbliebener weinen darf: An einem Grab, in einem Krematorium, auf einem
Friedhof und zu einer Beisetzung im engsten Kreis: Es ist immer dann ein engster
Kreis, wenn Menschen sich ohne eine großes Trauergesellschaft mit ihrer Trauer
und mit ihren Tränen zu einem Abschied um einen Toten versammeln. Dieser Tote
wird betrauert, alle sind tod traurig, und mit ihrer Trauer über einen Tod sind
sie oft untröstlich und müssen von einem Redner angesichts des Todes getröstet
werden. ein Redner tröstet auch trostreich und mit seinem Trost ist ein Helfer
in der Not, der trauernde Menschen liebevoll begleitet. Tränen sind trostreich,
Redner und Rednerinnen trösten auch, und als Sprecher an einem Grab wissen sie,
was der Trauer hilft: Ein Trauerredner, ein kompetenter Trauerredner, ein
weltlicher Trauerfeier, manchmal auch ein religiöser Trauerredner mit einer
religiösen Trauerfeier. Und jede Trauerfeier formuliert ein Symbol, findet
Symbole, bedeutet in sich ein Ritual, eine Vielzahl von Ritualen - Trauerrituale,
Abschiedssymbole und Symbole der Trauer.
Bitte unterscheiden Sie ein Symbol von einem Zeichen von einem Ritual von einem
Bild von einem Gleichnis von einem Ereignis usw. Ein Symbol ist kein Zeichen,
ein Ritual ist kein Bild, eine Trauerfeier mit vielen Symbolen und Ritualen
ist aber ein besonderes Ereignis, das trauernde Menschen immer in einer als
persönlich bedeutend erlebten Sinnhaftigkeit spüren bzw. reflektieren. Ein
Abschiedssymbol ist zum Beispiel eine winkende Geste, wenn man sich im Leben
auch zugewunken hat - nunmehr an einem Sarg oder an einer Urne.
Eine Urne kann auch mit einer Seebestattung oder Beisetzung auf See beigesetzt werden
Eine Urne kann auch mit einer Seebestattung oder Beisetzung auf See unter
Begleitung einer Trauerrednerin oder Rednerin oder eines Redners oder mit einem
Trauersprecher oder einer Trauerrede oder Ansprache zum Abschied beigesetzt werden.
Dann begleitet der Redner oder der Trauerredner die Hinterbliebenen oder
hinterbliebene Angehörige auf dem Beisetzungsschiff auf See, während die Urne
vom Kapitän mit einer Zeremonie zu Wasser gleassen wird. Das ist besonders
feierlich, weil seemannischer Brauch damit einhergeht. Manchmal auch Nachts,
wenn man einen Stern sehen kann - oder viele Sterne, die an den Toten erinnern,
von denen herab sozusagen der Tote sein Vermächtnis hinunter wehen ließe.
Ein Seebegräbnis ist immer etwas sehr Feierliches auf einem Beisetzungsschiff
oder einem Bestattungsschiff.
Beisetzung unter freiem Himmel an einem Baum - auf einem Waldfriedhof.
Dieser Begriff meint eine Friedhofsanlage und Friedhofsgestaltung auf einem parkähnlichen Gelände mit einem dem Wald ähnlichem Charakter (viel alter Baumbestand - Erdbestattung und Urnenbeisetzung mit verschiedenen Grabarten möglich - entstanden zumeist zur Jahrhundertwende 1800 / 1900). Doch ein Friedwald (FriedWald) und Ruheforst (RuheForst) ist keine "Waldfriedhof", sondern ein frei und zu jeder Zeit öffentlich zugängliches staatliches oder privat verwaltetes Waldgebiet ohne Einfriedung, in dem an einem ausgewählten Baum die Beisetzung (und eben ausschließlich Urnenbeisetzungen mit und ohne späterer Namensplakette am Baum) stattfinden. Ein "Ruhepark" (eingefriedetes Waldareal, zumeist in privater Hand, mit Öffnungszeiten etc.) und ähnliche Bezeichnungen eines Waldfriedhofs, auch neu geschaffene Areale für Beisetzungen in Baumnähe auf einem Friedhof, wie z.B. in Hamburg-Ohlsdorf, lehnt sich natürlich stärker an das traditionelle Konzept des klassischen (? Ist ja soo klassisch alt nun geschichtlich gesehen auch wieder nicht) Friedhofswesens an.