Todesfall - Sie suchen einen Trauerredner... oder Sie suchen eine Trauerrednerin? Einen Menschen, der viel Erfahrung gesammelt hat, um eine gute Rede zu halten? Dann fragen sie bitte Ihr Bestattungsinstitut nach einem guten Trauerredner oder einer guten Rednerin. Fast alle Bestattungsinstitute verfügen über mehrere Adressen von Rednern, mit denen eine erfahrene Zusammenarbeit besteht. Ihr Bestatter wird Ihnen einen Kontakt zu Ihrem Redner vermitteln. Oder Sie haben bereits HIER im Internet einen Trauerredner gefunden und nennen Ihrem Bestatter den Namen. Oder Sie kennen bereits Ihren Trauerredner und geben Ihrem Bestatter dessen Rufnummer. Das wichtigste ist zunächst der Termin der Trauerfeier: Sagen Sie bitte Ihrem Bestatter Ihre Wünsche und wo die Trauerfeier statt finden soll. Bei einer Erdbestattung hängt der Termin meist ab von den Gegebenheiten des Friedhofs oder der Friedhofskapelle. Bei einer Feuerbestattung können sie auch eine private Trauerhalle Ihres Bestattungsinstituts oder die Feierhalle eines Krematoriums nutzen; dort können Termine in der Regel flexibel festgelegt werden. Ihr Bestatter muß nun vieles so organisieren, daß sich alle Beteiligten auf den Termin Ihrer Trauerfeier einstellen können: Der Drucker Ihrer Trauerbriefe, Ihre Zeitung mit einer Anzeige, der Amtsarzt (Leichenschau), der Kapellen-Wärter, der Fahrer und der Beifahrer des Überführungsfahrzeugs, die sechs Sargträger, der Blumenhändler, der Organist oder der Bediener einer Musikanlage, der Steinmetz (wenn er einen vorhandenen Grabstein abräumen und für eine Nachschrift sicher stellen soll), die Friedhofsmitarbeiter und Friedhofsgärtner (Ausheben des Grabes), die Mitarbeiter Ihres Bestattungsinstituts - und auch der Trauerredner. Sobald alle Mitwirkenden Ihren Trauerfeier-Termin akzeptiert haben, kann die Trauerfeier vorbereitet werden. Im Laufe des selben Tages meldet sich telefonisch der Trauerredner bei Ihnen, um einen Hausbesuch zu vereinbaren. Bitte bedenken Sie, daß ein Hausbesuch in der Regel tagsüber stattfinden sollte - nicht abends, wenn alle Beteiligten müde, übermüdet und abgespannt sind. Der Trauerredner nimmt sich ein bis zwei Stunden Zeit für ein intensives Gespräch, für das in jedem Falle Verschwiegenheit gilt. Vielleicht zeigen Sie dem Redner auch Bilder Ihres Verstobenen oder übergeben einen Lebenslauf. Der wesentliche Inhalt des Trauergesprächs wird die Person und Persönlichkeit des Verstorbenen sein - sein Leben, seine Lebenseinstellungen, seine Erfolge und seine Nöte; ja sogar die Mißerfolge und unerfüllte Hoffnungen werden manchmal wach in einem verschwiegenen Trauergespräch. Auch interessiert sich der Redner für die sozialen Bezüge und für die wesentlichen Kontakte des Verstorbenen, um alle betroffenen Menschen und gesellschaftlichen Kreise ansprechen zu können, deren Alltag durch den Tod berührt ist. Der Trauerredner bespricht mit Ihnen und mit Ihrem Bestattungsinstitut auch Ihre Wünsche zur Trauermusik, soweit Sie diese nicht bereits mit Ihrem Bestatter bedacht haben. Alle individuellen Besonderheiten können überlegt werden, wobei es ratsam ist, daß Sie möglichst Vieles, was organisiert werden muß, möglichst frühzeitig Ihrem Bestatter sagen. Nach dem Hausbesuch schreibt der Trauerredner am Schreibtisch die Trauerrede und bereitet schriftlich die Rede und die Worte zur Verabschiedung am Grab vor. In der Regel erarbeitet der Redner das gesamte Manuskript seiner Arbeit, um es Ihnen übergeben zu können. Bitte berücksichtigen Sie bei der Entrichtung des Honorars Ihres Redners: Der Hausbesuch und die "Hausarbeit" umfaßt die wesentliche Arbeitszeit Ihres Redners, auch wenn Sie diese "Arbeit" nicht unbedingt sehen. Immerhin ist die ausführliche, schriftliche Erarbeitung der Trauerrede der wesentliche Inhalt und das Ziel des Hausbesuchs! Nachdem Sie mit Ihrem Bestatter die organisatorischen Fragen der Trauerfeier und mit dem Redner die Trauerrede besprochen haben, können Sie sich auf die Trauerfeier vorbereiten. Bitte kommen Sie rechtzeitig in die Kapelle, das heißt: Gerne eine viertel Stunde vor Beginn der Trauerfeier. Der Trauerredner hält in der Kapelle oder in der Trauerhalle die Trauerrede vor jener Öffentlichkeit, die Sie zum Abschied zulassen wollen - auch in dem von Ihnen festgelegten familiären Rahmen oder aber vor allen Menschen, die sich Ihrem lieben Verstorbenen verbunden fühlten. Jedenfalls darf in der Rede die Person und die Persönlichkeit Ihres Toten deutlich werden - mit allem Respekt vor den Eigenarten des Lebens. Bitte beachten Sie, daß eine "billige" Trauerrede immer eine schlechte sein wird! Ein guter Redner benötigt immer ausreichend Arbeitszeit, um sich auf den verstorbenen Menschen und auf seine Hinterbliebenen einzustellen und muß von seinem Honorar auch Steuern, Abgaben und sonstige Kosten bezahlen. Sie werden die Erfahrung machen, daß ein guter Redner und eine gute Rednerin immer die notwendige Einfühlsamkeit und Sprachfähigkeit mit bringen wird, die Ihrem Verstorbenen und seiner Familie gerecht werden wird. Der Berufsverband BATF e.V. empfiehlt seinen Mitgliedern, je nach Aufwand ein Honorar zwischen 250 und 400 Euro zu liquidieren. Wir empfehlen Ihnen, dieses Honorar gegen Vorlage des unterschriebenen original-Honorarbelegs durch ihren Bestatter verauslagen zu lassen oder nach Vorlage der Rechnung/gegen Quitttierung des Honorars den Trauerredner persönlich zu honorieren.
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